Die Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen!
Der Parlamentskreis Kurdisches Leben in Deutschland ist entsetzt über die Verwendung des Symbols der rechtsextremen Grauen Wölfe durch den türkischen Nationalspieler Merih Demiral. Gökay Akbulut MdB (Die Linke), Kassem Taher Saleh MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Christoph de Vries MdB (CDU), Peter Heidt MdB (FDP) und ich, als Vertretung der SPD-Bundestagsfraktion im Leitungskreis, verurteilen das Verhalten des Nationalspielers, welches im Gegensatz zu den Werten des Respekts und der Toleranz im Fußball steht. Die Grauen Wölfe stellen eine Bedrohung für türkeistämmige Minderheiten dar. Auch in Deutschland sind sie für mehrere Morde und Mordversuche unter anderem an türkischen und kurdischen Aktivisten, Anschläge auf Vereine und Einschüchterungen verantwortlich. Der Parlamentskreis fordert ein entschlossenes und schnelles Handeln von der UEFA, um solche Vorfälle zukünftig zu verhindern.
Es ist absolut inakzeptabel, die Bühne der Fußball-Europameisterschaft zu missbrauchen, indem rechtsextreme Symbole gezeigt werden und so rassistisches Gedankengut transportiert wird. Die vermeintliche Entschuldigung durch den Spieler Merih Demiral, wonach er lediglich seiner ‚türkischen Identität‘ Ausdruck verleihen wollte, ist ebenso inakzeptabel. Beim ‚Wolfsgruß‘ handelt es sich um ein klares Bekenntnis zur rechtsextremen Organisation ‚Graue Wölfe‘, die in Deutschland zurecht vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Ich erwarte, dass die UEFA schnell Konsequenzen zieht und dieses Verhalten nicht duldet, und kann nur die Worte von Bundesinnenministerin Nancy Faeser unterstreichen: Die Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen!